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Wanderung im Schlinigtal

Sesvennahütte und Schlinig

Die Sesvennahütte liegt auf 2.256 m am Fuß der Sesvennagruppe, am oberen Ende des Schlinigtals. Ausgangspunkt der Wanderung ist Schlinig, ein kleines Bergdorf oberhalb von Burgeis. Vom Ferienhotel Kastellatz fährst du rund 10 Minuten dorthin; der Weg zur Hütte beginnt am Dorfende und folgt der Markierung Nr. 1 durch das Tal.

Diese Seite erzählt, was du unterwegs siehst, woran die alte Pforzheimer Hütte erinnert und wo du einkehren kannst. Die Wanderung selbst mit Zahlen, Wegverlauf und GPX-Track steht auf der Tourenseite.

Auf einen Blick

  • StartSchlinig (1.738 m), rund 10 Minuten Fahrt vom Hotel
  • ZielAVS Sesvennahütte, 2.256 m, Höhenunterschied ab Schlinig 547 m
  • Strecke5,3 km einfach, 2 bis 2,5 Stunden hinauf, mittel
  • WegMarkierung Nr. 1; Schliniger Alm nach knapp 40 Minuten, steiler letzter Abschnitt
  • EinkehrSchliniger Alm, Sesvennahütte (mit Übernachtung), Gasthäuser in Schlinig
  • Mit Kindernbis zur Schliniger Alm leicht; zur Hütte anspruchsvoller
  • Mit Hundauf dem Weg möglich, an Weidetiere denken
  • Im WinterLanglaufzentrum Schlinig

Geschichte: von der Pforzheimer Hütte zur Sesvennahütte

Die Gegend um den Schlinigpass wurde schon früh alpinistisch erschlossen. Dazu gehört die Pforzheimer Hütte, eine ehemalige Alpenvereinshütte aus der Erschließungszeit des Sesvenna-Gebiets. Nach dem Krieg wurde sie nicht mehr geöffnet; sie wird nicht mehr genutzt und steht am Pforzheimer See; auf dem Weg zur Sesvennahütte kommst du daran vorbei.

Die Sesvennahütte selbst ist eine Schutzhütte des Alpenvereins Südtirol (AVS) und wird von der Sektion Mals betreut. Das Baujahr der Hütte wird in den Quellen unterschiedlich angegeben, meist wird um 1980 genannt. Die Hütte wurde zuletzt saniert und bietet in Zimmern und Lagern rund 80 Schlafplätze. Wie sie bewirtschaftet wird, erfährst du direkt bei der Hütte.

Auf der Schweizer Seite des Schlinigpasses liegt die Alp Sursass. Die Malser Bauern treiben dort seit etwa 500 Jahren Jungvieh auf die Weide. Wer weiter über den Pass geht, erreicht die Uina-Schlucht; dazu gibt es eine eigene Seite.

Was du dort siehst

Der Weg beginnt in Schlinig auf einem breiten, nahezu ebenen Weg und führt in das offene Schlinigtal hinein, mit Wiesen, Lärchen und Blick auf die Berge am Talschluss. Die Schliniger Alm, auch Alp Planbell genannt, ist die erste Station. Danach geht es auf dem Forstweg weiter, bis ein Wanderweg abzweigt und mittelsteil zu flachen Grasböden hinaufführt.

Unterwegs fällt der Schwarzwand-Wasserfall auf, an dem der Weg ansteigt. Weiter oben kommst du an der alten Pforzheimer Hütte und dem kleinen Pforzheimer See vorbei, ehe du fast eben zur Sesvennahütte gehst. Der letzte Abschnitt ist recht steil. Von der Hütte öffnet sich der Blick in die Sesvennagruppe mit Dreitausendern wie dem Föllakopf und dem Piz Sesvenna.

Jahreszeiten und beste Zeit

Zur Hütte wanderst du im Sommer und Frühherbst, wenn der Weg schneefrei ist. Im Frühsommer liegen oft noch Schneereste am Hang, im Herbst kann der erste Schnee schon früh fallen. Plane die Tour für einen Tag mit stabilem Wetter und schau vorher nach den Verhältnissen.

Im Winter ist Schlinig ein Ausgangspunkt für Langläufer: Das Langlaufzentrum Schlinig und die Schliniger Alm liegen an mehreren Loipen im Schlinigtal, die Namen wie Sesvenna, Rasass, Fölla und Monterodes tragen. Aktuelle Loipenberichte stehen bei Südtirol Marketing. Die Hütte selbst liegt im Winter im Skitourengebiet der Sesvennagruppe.

Mit Kindern und mit Hund

Mit Kindern lohnt sich die Schliniger Alm, ein fast ebener Almweg mit Spielstationen. Zur Hütte ist der letzte Abschnitt steil und die Strecke lang; das schaffen eher geübte Kinder.

Hunde sind auf dem Weg möglich. Auf den Almen sind Weidetiere unterwegs, bitte führe deinen Hund an der Leine. Ob Hunde in der Hütte erlaubt sind, frag den Hüttenwirt.

Einkehr in der Nähe

Einkehren kannst du in der Schliniger Alm, in der Sesvennahütte und in den Gasthäusern von Schlinig. Die Alm und die Hütte sind nicht ganzjährig bewirtschaftet; Betriebszeiten erfährst du beim jeweiligen Betrieb. Wer in der Hütte übernachten möchte, reserviert dort selbst.

Gut kombinierbar mit

Die Hütte ist auch der erste große Punkt auf dem Weg zur Uina-Schlucht und nach Sur En im Engadin; das ist eine lange Tour für geübte Wanderer. Auf einem ruhigeren Tag passen die Pfaffenseen oberhalb des Hauses, ein Besuch in Burgeis mit dem Kloster Marienberg oder ein Ausflug nach Glurns, der kleinsten Stadt Südtirols.

Vom Hotel nach Schlinig

Das Ferienhotel Kastellatz liegt in Prämajur oberhalb von Burgeis, am Fuß des Watles. Nach Schlinig fährst du rund 10 Minuten. Wer ohne Auto starten möchte, fährt mit der Watles-Bahn zur Plantapatschhütte und geht von dort auf den Wegen Nr. 8A und Nr. 8 zur Hütte; ob die Bahn läuft, steht bei watles.net. Nach Schlinig fährt auch der Bus ab Mals.

Nach der Wanderung warten im Haus das Panorama-Hallenbad und die Sauna.

Vom Hotel zum Ziel

  • Strecke ab Hotel4 km
  • Fahrzeit mit dem Auto10 Min.

Mit dem Auto: Vom Hotel in Prämajur hinunter nach Burgeis und von dort auf der Schlinigstraße taleinwärts bis zum Parkplatz am Ende von Schlinig. Von dort beginnt der Weg Nr. 1 zur Hütte.

Mit Bus und Bahn: Nach Schlinig fährt laut Watles die Buslinie 277; Fahrpläne findest du auf suedtirolmobil.info. Mit dem Reschensee Guest Pass sind Bus und Bahn im Aufenthalt inklusive.

Zu Fuß: Wer ohne Auto starten möchte, nimmt die Watles-Bahn zur Plantapatschhütte und geht auf den Panoramawegen Nr. 8A und Nr. 8 zur Sesvennahütte.

Parkplatz: Parkplatz am Dorfende von Schlinig

Route in Google Maps (öffnet in neuem Fenster)

Karte

Sesvennahütte auf 2.256 m an einem sonnigen Spätsommertag, Kühe auf der Wiese davor

Die Karte wird von Google Maps geladen, sobald du zustimmst.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Weg von Schlinig zur Sesvennahütte?
Für den Aufstieg rechne 2 bis 2,5 Stunden, die Strecke ist 5,3 km lang bei 547 Höhenmetern. Der Rückweg verläuft auf demselben Weg.
Ist die Wanderung für Kinder geeignet?
Bis zur Schliniger Alm ist der Weg leicht und fast eben. Zur Hütte ist der letzte Abschnitt steil und die Tour insgesamt lang, daher eher für geübte Kinder.
Darf ich meinen Hund mitnehmen?
Auf dem Weg sind Hunde möglich; auf den Almen sind Weidetiere unterwegs, deshalb bitte an der Leine führen. Ob Hunde in der Hütte erlaubt sind, frag den Hüttenwirt.
Ist die Hütte das ganze Jahr geöffnet?
Nein, die Sesvennahütte ist nicht ganzjährig bewirtschaftet. Kläre Betriebszeiten, Übernachtung und Reservierung direkt mit der Hütte.
Kann ich von der Hütte weiter zur Uina-Schlucht?
Ja, über den Schlinigpass geht es in die Uina-Schlucht. Das ist eine lange Tour mit Wintersperre und Grenzübertritt; die Seite zur Uina-Schlucht erklärt, was du wissen musst.

Zum Aufenthalt

Beim Betreiber und vor Ort

Weitere Ausflugsziele

Wandertipps in der Nähe

Quellen

Watles: Wandertipp Sesvennahütte (abgerufen 29. Oktober 2026), Südtirolerland: Schlinigpass und Uinaschlucht (abgerufen 29. Oktober 2026), Bergwelten: Sesvennahütte (abgerufen 29. Oktober 2026), Südtirol Marketing: Uinaschlucht nach Sur En (abgerufen 15. Oktober 2026), Südtirolerland: Venosta Nordic (abgerufen 15. Oktober 2026)

Bildnachweis

Foto: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Mikmaq, CC BY 3.0, Wikimedia Commons, Foto: Mussklprozz, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Mussklprozz, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Armin S Kowalski, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons, Foto: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, Foto: Whgler, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

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